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Analyseverfahren



Die Verfahren, um Wasserinhaltsstoffe quantitativ wie qualitativ zu bestimmen, selbst sind vielfältig:

Beim Mikrobiologischen Verfahren werden aus einer definierten Wassermenge bei festgelegtem Nährstoffangebot, festgelegter Bebrütungstemperatur und Auswertungszeit aus lebensfähigen Mikroorganismen Kolonien „gezüchtet“. Aus einem einzigen Bakterium entsteht durch Teilung und anschließendem exponentiellem Wachstum eine Kolonie, welche dann mit bloßem Auge am entsprechenden Nährboden zu sehen ist.  Als Nährmedium wird häufig Agar eingesetzt. Die Zahl der gebildeten Keime wird anschließend ausgezählt und im Bericht als „koloniebildende Einheit = KBE“ angegeben.

So findet sich auf einem Prüfbericht von Legionellen beispielsweise die Zahl 167 KBE/100ml, d.h. es befanden sich zum Zeitpunkt der Probenahme in je 100ml Wasser genau 167 Legionellen, welche dann als  „koloniebildende Einheiten“ am Nährboden nach entsprechender Bebrütungszeit abzuzählen waren.

Bakterien können auch aus einer großen Wassermenge mittels Membran gefiltert und dieser dann unter definierten Bedingungen bebrütet werden. Weiterhin gibt es Möglichkeiten bestimmte Bakterien über Farb- und Fluoreszensreaktionen zu identifizieren und auch weiter zu differenzieren.

 

Auswertung des Analyseverfahren für Legionellen:

 

  1. Direktes Ausplattieren (= Direktansatz) von 2 x 0,5ml Wasserprobe auf bestimmten Nährboden ohne Vorbehandlung. Die Koloniezahlen der beiden Direktansätze werden addiert, die Summe mit 100 multipliziert und als KBE pro 100 ml angegeben.

 

  1. Zusätzlich Membranfiltration der Wasserprobe von 50 mL mit Säure- oder auch Hitzebehandlung (für die Reduzierung der Begleitflora) und anschließendem Auflegen des Filters auf spezifischen Nährboden. Bei Membranfiltrationen wird die Ergebnisangabe auf das filtrierte Probenvolumen bezogen und auch hier wieder als KBE pro 100 ml angegeben um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.

 

Wenn weder auf den Platten aus dem Direktansatz noch auf der Platte der Membranfiltration Legionellen nachgewiesen werden, ist als Ergebnis als < 2 KBE/ 100mL angegeben. 

Auf dem Prüfbericht ist immer auszuweisen, aus welchem Ansatz das Endergebnis bestimmt wurde. Dabei wird stets das höchste Ergebnis angegeben.

Unter bestimmten Umständen können Teile des Untersuchungsganges nicht ausgewertet werden oder ein quantitatives Auszählen der Kolonien (mehr als 80 Kolonien) ist nicht möglich, dann kommt es zu einer anderen Berechnung der Ergebnisse die in der UBA- Empfehlung „systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen“ ausführlich erläutert werden.

Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes ist immer das höhere der Ergebnisse aus den Direktansätzen und der Membranfiltration, bezogen auf 100ml Untersuchungsvolumen, anzugeben.

Zur Bestimmung der physikalischen und chemischen Wasserbeschaffenheit wird das Wasser nach spezieller Probenvorbereitung in der Photometrie, Spektrometrie, Gaschromatographie u.a. mit Hilfe diverser Messinstrumente untersucht.

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